Dies ist ein Auszug aus dem Buch Der Ukraine-Krieg: Hintergründe – Schauplätze – Folgen

Schauplätze

Autor: Rainer Gievers - Publiziert am 26. Juni 2022

Im Ukraine-Krieg kommt es immer wieder zu besonderen Ereignissen, die für weltweite Aufmerksamkeit, aber auch häufig für Entsetzen sorgen. Dazu tragen vor allem umfang­reiche Foto- und Videozeugnisse bei, die fast in Echtzeit die Öffentlichkeit erreichen.

Donbass

Das Donezbecken, kurz auch der Donbas oder Donbass, ist ein großes Steinkohle- und In­dustriegebiet beiderseits der russisch-ukrainischen Grenze (Quelle: Wikipedia1).

Der Politiker Viktor Janukowitsch gewann 2010 bei der ukrainischen Präsidentenwahl, aber floh nach Protesten der Ukrainer wegen seines prorussischen Kurses im Jahr 2014 nach Russland2. Besonders im Donbass war man in der Bevölkerung über die politische Entwicklung enttäuscht. Allerdings waren zunächst nur 20 Prozent der Einwohner bereit für einen bewaffneten Kampf.

Als Bürger mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst Polizeireviere stürmten, um an Waffen zu gelangen, eskaliert die Lage. Es wurden die »Volksrepubliken« ausgerufen. Die ukrainische Armee konnte zunächst die Lage unter Kontrolle bringen, wurde dann aber vernichtend geschlagen. Eine Beteiligung seitens russischer Truppen wurde vom Kreml immer bestritten. Die Frontlinie zu den Separatistengebieten wurde 2015 mit dem Minsker Vereinbarungen eingefroren. Seitdem gab es häufig Gefechte zwischen beiden Parteien in den Frontgebieten. Die Ukraine hat alle Wirtschaftsbeziehungen zu den be­setzten Gebieten abgebrochen.

Karte des Donbass während der eingefrorenen Konfliktphase von 2015 bis zum russi­schen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022. Grafik: Goran_tek-en (CC BY-SA 4.0)3

In den folgenden Jahren kam zu einer gezielten Russifizierung durch Einführung von rus­sischen Schulbüchern und der russischen Landeswährung. 2019 begann Russland mit der Verteilung russischer Pässe4.

Um herauszufinden, warum die Separatistengebiete überhaupt entstehen konnten, müssen wir einige Jahrhunderte in die Geschichte zurückblicken5. In der folgenden Ukrainekarte sind ein heller und ein dunkler Bereich enthält auch den Donbass) zu sehen.

Ukrainekarte

Grafik: Vasyl` Babych (CC BY-SA 2.5)6\

Der helle Bereich (Norden und Westen) ist schon seit der Antike besiedelt, während im dunklen Bereich (Süden und Osten, enthält den Donbass) erst im 18. und 19. Jahrhundert dauerhafte Siedlungen entstanden.

Im folgenden möchten wir den schon lange besiedelten Norden und Westen als »alte Uk­raine« bezeichnen. Sie ist durch Landwirtschaft geprägt. Der Süden und Osten, die »neue Ukraine«, konnte dagegen wegen kriegerischer Steppenvölker erst ab dem 18. Jahrhundert kolonisiert werden.

Viele Einwohner der »neuen Ukraine« sind im Laufe der Industrialisierung zugezogen. Bei einer Volkszählung Ende des 19. Jahrhunderts waren beispielsweise in der Stadt Charkiw mehr als 63 Prozent der Bevölkerung russischer Abstammung7. In einer kürzli­chen Erhebung gaben in der Stadt Donezk 74,9 Prozent, in Luhansk 68,8 Prozent der Ein­wohner Russisch als Muttersprache an.

Um die die obige Karte zurückzukommen: Diese gibt die Ergebnisse der ukrainischen Präsidentenwahl in 2004 an. Die dunkel markierten Flächen (»neue Ukraine«) hat der pro­russische Kandidat Viktor Janukowitsch gewonnen, die hellen Regionen (»alte Ukraine«) der westlich orientierte Kandidat Wiktor Juschtschenko. Eine Bevölkerungsentwicklung, die schon mehr als 200 Jahre zurückliegt, hat also noch heute Einfluss auf die aktuelle Ukraine!

Mariupol

Mariupol ist eine Großstadt im Donez-Becken (Donbass) am Asowschen Meer. Bereits 2014 war die Stadt Mariupol umkämpft, als sich die Separatistengebiete im Donbass aus­bildeten. Die Ukrainer konnten damals die Separatisten aus Mariupol zurückdrängen. Weil sie nur etwa 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt, wurde die Stadt schon zu Anfang der russischen Invasion im Februar 2022 überrannt.

Die Separatistengebiete in der Ukraine bis zum Kriegsanfang im Februar 2022

Die Separatistengebiete bis zum Kriegsanfang im Februar 2022. Grafik: Goran_tek-en (CC BY-SA 4.0)8. Mariupol ist mit einem Pfeil markiert.

Weltweite Beachtung fand Asow-Stahl in Mariupol, ein Stahlwerk auf 11 Quadratkilome­ter Fläche, in dem sich mehr als 3500 Soldaten und Zivilisten verschanzt hatten. Auf dem Gelände befinden sich Bunker, die guten Schutz vor den russischen Bomben boten.

Wiederholt eingerichtete Fluchtkorridore für die Zivilisten im Stahlwerk, aber auch für eingeschlossene Bevölkerung von Mariopul, scheiterten, weil sie von den Russen be­schossen wurden. Deshalb konnte nur ein Bruchteil der zuletzt noch 100.000 verbliebenen Einwohner vor Ende der Kriegshandlungen die Stadt verlassen.

Ob sich der Einsatz und die Opfer der ukrainischen Kämpfer, die sich schließlich Mitte Mai ergaben, lohnte, darüber sind viele Beobachter wohl geteilter Meinung. Immerhin führten die Ukrainer aber erfolgreich Ausfälle auf die Belagerer aus und banden damit über Wochen hinweg russische Kräfte, die anderswo fehlten. Auch konnten die Verteidi­ger über den Internetdienst Starlink eindringliche Apelle veröffentlichen und damit den Blick der Welt auf die Ukraine rich­ten.

Foto aus den Ruinen des Stahlwerks9.

Zu diesem Video aus dem Stahlwerk lautet die Beschreibung "Ich will nach Hause, ich will die Sonne sehen." Video von Kindern, die sich in Asowstal-Bunkern vor Putins Bom­bardierung verstecken«10

Die Online-Zeitung Ukrainska Pravda berichtet, dass während der russischen Belagerung in sieben Missionen insgesamt 16 ukrainische Mi-8-Militärhubschrauber das Stahlwerk anflogen11: Auf den Flügen wurden 72 Soldaten, Medikamente, Munition, Lebensmittel und Wasser ins Werk transportiert und auf dem Rückweg Verletzte mitgenommen. Alle Flüge erfolgten Nachts unter Umgehung der russischen Luftabwehr. Es sollen dabei aber mindestens zwei Hubschrauber durch Feindbeschuss abgestürzt sein (ein dritter Hub­schrauber wurde auf einer folgenden Rettungsmission abgeschossen). Vermutlich 4 bis 5 Hubschrauber sind zudem schon vor Erreichen von Mariupol abgeschossen worden12.

Laut Ukrainska Pravda fand der letzte, siebte Versorgungsflug im April/Mai statt, 20 Tage bevor die Verteidiger Asowstal verließen. Von mindestens einem Versorgungsflug existiert ein Video13 und auf YouTube wurde eine 37 Minuten langer Dokumentarfilm über die Ereignisse mit Untertiteln veröffentlicht14.

Eine fatale Flussquerung

Große Flüsse haben in Kriegszeiten immer ein strategische Bedeutung als natürliches Hindernis. Ein Angreifer muss deshalb frühzeitig die Brücken besetzen, damit er ohne Verzug hinüber kommt. Für den Fall, dass eine Flussquerung wegen gesprengter oder gut verteidigter Brücken nicht möglich ist, kommen sogenannte Pontonbrücken zum Einsatz. Diese bestehen aus mehreren schwimmenden, untereinander verbundenen Segmenten.

Zerstörte russische Pontonbrücke in Hostomel, nähe Kiew

Zerstörte russische Pontonbrücke in Hostomel, nähe Kiew15. Die Aufnahme stammt ver­mutlich vom Ende Februar 2022.

Beim Brückenbau sind die beteiligten Einheiten leicht vom Feind zu entdecken und auch die für die Querung zusammengezogenen Fahrzeuge sind stark gefährdet. Deshalb kom­men Ablenkungsmanöver wie Artilleriefeuer und Rauchbomben, welche die Sicht des Gegners beeinträchtigen, zum Einsatz. Die Lebensdauer einer Pontonbrücke ist an der Front häufig nur auf wenige Stunden begrenzt, da sie schnell zum Artillerieziel wird.

Vom 5. bis 13. Mai 2022 fanden im Donbass zahlreiche Gefechte im Gebiet zwischen den Städten Ljoman und Sewerodonezk statt. Russische Truppen versuchten eine Querung des Flusses Siverskyi Donets, um 40.000 ukrainische Soldaten einzukesseln16.

Beim ersten Querungsversuch am 5. Mai verloren die Russen ca. 15 Fahrzeuge und den Brückenkopf. Zu den folgenden Ereignissen am 8. Mai gibt es einen Augenzeugenbe­richt17 von einem ukrainischen Soldaten:

»Es gab zu Anfang Infos von Fronteinheiten, dass sich Russen auf der anderen Seite des Flusses befinden und verschiedene Fahrzeuge sammeln. Also bat mich mein Kommandeur am 6. Mai, als einer der besten Militär­ingenieure, eine technische Erkundung am Fluss Siverskyi Donets durchzu­führen.

Zusammen mit Aufklärungseinheiten zur Unterstützung erkundete ich am

  1. Mai das Gebiet von Hryhorivka und Bilohorivka.

Fronteinheiten in Bilohoriwka meldeten, dass sich mehrere russische Fahrzeuge auf der anderen Seite des Flusses versammelten.

Ich erkundete das Gebiet und schlug eine Stelle vor, an der die Russen ver­suchen könnten, eine Pontonbrücke zu errichten, um auf die andere Seite zu gelangen. Mit Hilfe von Entfernungsmessern fand ich heraus, dass der Fluss 80 m breit ist, so dass die Russen 8 Teile (je 10 m) der Brücke benötigten, um auf die andere Seite zu gelangen.

Bei der Strömung des Flusses wusste ich, dass sie Motorboote brauchen würden, um eine solche Brücke zu errichten, und dass sie dafür mindestens zwei Stunden brauchen.

Für die Russen war die Situation eigentlich ideal, denn sie hatten in der Gegend Felder und Wälder in Brand gesteckt und Rauchbomben gezündet. Auch war es nebelig, sodass am Tag der geplanten Flussquerung schlechte Sicht herrschte.

Durch die für den Pontonbau nötigen Motorboote konnten die Russen bereits frühzeitig akustisch von einer Aufklärungseinheit entdeckt werden. Als die ukrainische Artillerie loslegte, waren bereits 7 der 8 Pontons aufgebaut und sogar schon einige Truppen und Fahrzeuge auf der anderen Flussseite.

Maxim schreibt weiter:

»Ich war noch in der Gegend und habe in meinem Leben noch nie so schwere Kämpfe gesehen/gehört.

Nach einem Tag der Kämpfe, am Morgen des 9. Mai, war die Brücke zusammengebrochen. Einige russische Truppen (ca. 30-50 Fahrzeuge + Infanterie) saßen auf der ukrainischen Seite des Flusses fest und hatten keinen Weg zurück. Sie versuchten, über die zerstörte Brücke zu fliehen. Dann versuchten sie, eine neue Brücke zu errichten.

Dann begann die Luftwaffe mit schweren Bombenangriffen auf das Gebiet und zerstörte alle Überreste der Russen dort und andere Brücken, die sie anfingen zu bauen

Am 10. Mai war der Spuk vorbei und die Brücke unter erheblichen russischen Verlusten zerstört. Um den 12. Mai erfolgte ein letzter Querungsversuch, der ebenfalls »den Bach runterging«, worauf sich der Feind am 13. Mai zurückzog.

Drohnenaufnahme der vernichteten Pontonbrücke, veröffentlicht vom ukrainischen Ver­teidigungsministerium18. Die Beschreibung: »Artilleristen der 17. Panzerbrigade der UA-Armee haben die Urlaubssaison für Ruskisten eröffnet. Einige badeten im Fluss Siverskyi Donets, andere wurden von der Maisonne verbrannt.«\

Auf Twitter wurde ein 9-sekündiges Drohnenvideo veröffentlicht, das einen Artillerie­treffer auf die Pontonbrücke zeigen soll19.

In die Medien schafften es die auf den ersten Blick alltäglichen Ereignisse als »Schlacht am Siverskij Donez« oder »Donez-Zwischenfall bei Bilohorivka« durch die hohe Anzahl an Gefallenen und den Fahrzeugverlusten. Laut ukrainischen Angaben waren zwei BTGs (gepanzerte Fahrzeuge) beteiligt. Zwischen 1.00020 bis 1.500 russische Soldaten hätten an dem Tag ihr Leben gelassen. Selbst eine konservative Schätzung, die schon einen Tag nach den Ereignissen erfolgte21, geht von mindestens 485 getöteten oder verwundeten Soldaten aus. Berechnungen auf der Grundlage von Drohnenaufnahmen beziffern die russischen Ver­luste auf 73 Fahrzeuge22.

Luftbildauswertungen zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Alle mit einem Rechteck mar­kierten Fahrzeuge in diesem Foto wurden zerstört oder zumindest so stark beschädigt, dass sie nicht mehr aus der Kampfzone bewegt werden konnten. Bild: Blue Sauron23.

Das Massaker von Butscha

Butscha hatte vor dem russischen Überfall auf die Ukraine rund 35.000 Einwohner. Die Stadt liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kiew24.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die im Folgenden beschriebenen Ereignisse in But­scha kein Einzelfall sind und willkürliche Tötungen, Folter und Diebstahl in allen von russischen Truppen besetzten Gebieten an der Tagesordnung sind25 26.

In diesem Kapitel werden Sie übrigens sehr viele Fußnoten mit Quellenhinweisen finden, denn die Kreml-Propaganda verbreitet die Lüge, dass die Toten Opfer der ukrainischen Armee sind. Dem möchten wir entgegentreten.

Am 26. Februar 2022 rückten russische Truppen in die Butscha ein27. Als der russische Vormarsch auf Kiew ins Stocken geriet, soll sich die Besetzung in einen »Terror- und Ra­chefeldzug« verwandelt haben. Einen Monat später verließ die russische Einheit die Stadt im Rahmen des großräumigen Rückzugs aus der Kiewer Region. Ukrainische Truppen rückten am 1. April ein.

Laut einem Bericht28 der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gingen russi­sche Soldaten während der Besetzung von Tür zu Tür, verhörten die Menschen, zerstörten ihren Besitz und plünderten ihre Kleidung, um sie selbst zu tragen. Zivilisten wurden be­schossen, wenn Sie ihre Häuser verließen, um Lebensmittel und Wasser zu holen.

Augenzeugen sagten aus, dass Personen mit bestimmten Tätowierungen ebenso getötet wurden wie Männer, die 2014 im Donbass gekämpft hatten. Handys wurden auf antirussi­sche Aktivitäten überprüft und deren Besitzer beim Fund von Antirussischem mitgenom­men und umgebracht. In der letzten Woche der Besetzung hätten tschetschenische Kämp­fer auf jeden Zivilisten geschossen, der ihnen begegnet sei. Frauen wurden entführt und vergewaltigt, in mindestens einem dokumentierten Fall nach der Vergewaltigung umge­bracht.

Ein örtlicher Gerichtsmediziner berichtet von 13 Leichen mit gefesselten Armen, die man aus nächster Nähe erschossen hatte29. Ukrainische Ermittler fanden Beweise für Folter, Enthauptung, Verstümmelung und Ver­brennung von Leichen. Die Leichen von min­destens einem der Getöteten wurden in eine Falle verwandelt und mit Stolperdrähten vermint30.

Auch sogenannte Flechetten31 wurden völkerrechtswidrig eingesetzt32. In einem Flechet­ten-Geschoss sind 8.000 etwa 3-4 Zentimeter lange Nägel enthalten, die sich nach dem Abschuss weiträumig verteilen. Beim Eindringen in das Opfer verbiegen sich die Nägel zu einem Haken und können sich querstellen.

Am 13. Juni 2022 gaben die ukrainischen Behörden bekannt, dass seit dem Abzug der Russen 1316 Leichen in Bucha und Umgebung gefunden wurden33. Noch am gleichen Tag und auch in den folgenden Wochen fand man allerdings weitere Opfer in Massengrä­bern.

Die Verbrechen in Butscha sind nicht nur durch Aussagen von Augenzeugen und Fotos dokumentiert. Als hilfreich haben sich auch Satellitenaufnahmen und einige während der Besetzung durch die russischen Soldaten und von ukrainischen Drohnen erstellte Videos erwiesen. So zeigt ein Drohnenvideo, dass russische Panzerfahrzeuge auf einen Zivilisten schießen, der mit dem Fahrrad unterwegs ist34. Ein weiteres Video zeigt von russischen Soldaten festgehaltene Zivilisten, die zu Boden gezwungen werden. Später wurden an der Stelle Leichen gefunden35.

Von russischer Seite werden die Massentötungen natürlich dementiert und auf ukrainische Truppen geschoben. Auch sollen Schauspieler die Toten dargestellt haben. Dies konnte von Medien wie Newsweek36 und der BBC37 anhand von vielen ausgewerteten Fotos und Videos eindeutig widerlegt werden.

Das Massaker von Butscha

Die Online-Zeitung Meduza hat von den russischen Besetzern verbreitete Videos mit Luftaufnahmen kombiniert38. Damit lässt sich leicht nachvollziehen, dass die auf den Straßen liegenden Menschen während der Besetzung umgekommen sind.\

Beteiligt am Massaker waren39 die 64. separate motorisierte Schützenbrigade und zwei Einheiten der Tschetschenen. Mitte April gratulierte Putin der Schützenbrigade in einem Schreiben zu ihrem »großen Heldentum und Mut« und verlieh ihr den Titel »Garde« für den »Schutz der Souveränität Russlands«40.

»Durch kluges und mutiges Handeln während der speziellen Militäroperation in der Ukraine wurde der Stab der Einheit zu einem Vorbild in der Erfüllung seiner militärischen Pflicht, Tapferkeit, Hingabe und Professionalität«

Mit dieser makabren Auszeichnung der mordenden und plündernden Schützenbrigade re­agierte Putin offenbar auf die lautstarke internationale Kritik an dessen Greultaten in But­scha.

Aktivisten und Medien wie Inform Napalm41 versuchen sich derweil an der Identifikation der beteiligten Soldaten, damit sie als Kriegsverbrecher zur Verantwortung gezogen wer­den können.

Maritime Angriffe

Beiden Kriegsparteien teilen nicht nur eine Landgrenze miteinander, sondern sind auch Meeresanreiner. An dieser Stelle möchten wir nur einen kurzen Blick auf die geografischen Besonderheiten werfen, die für das Verständnis der Seekriegsereignisse wichtig sind.

Die Ukraine teilt das Schwarze Meer und das Asowsche Meer mit zahlreichen Anreinerstaaten, darunter auch Russland.

Die Ukraine teilt das Schwarze Meer und das Asowsche Meer mit zahlreichen Anreinerstaaten, darunter auch Russland. Karte: TUBS, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons42

Das Asowsche Meer wird von der Krim (schraffiert) zum Schwarzen Meer hin abge­grenzt. Letzteres kann nur durch eine schmale Meerenge, dem Bosporus erreicht werden, die von der Türkei kontrolliert wird.

Zwar garantiert die Türkei den freien Schiffsverkehr durch den Bosperus, unter be­stimmten Umständen darf aber die Durchfahrt von Kriegsschiffen blockiert werden (Ver­trag von Montreux43).

Nach Aufforderung durch die ukrainische Regierung schloss die Türkei am

  1. Februar 2022 die Durchfahrt durch den Bosporus für Kriegsschiffe. Somit ist es für Russland derzeit unmöglich, seine Kriegsschiffe aus anderen Weltgegenden vor die Ukrainische Küste zu beordern. Natürlich können zivile Schiffe weiterhin ungehindert beispielsweise Munition oder Waffen an Russland liefern.

Für die Ukraine ist der blockierte Bosperus dagegen kein Problem, da die eigene »Marine« schon zu Kriegsbeginn nur ca. zwei dutzend Schiffe aufwies, von denen schon mit der Besetzung der Krim einige an Russland verloren gingen44. Kleinere Boote erhält die Ukraine ohnehin über den Luft- oder Landweg.

Der Untergang der Moskwa

Die Moskwa (russisch für »Moskau«), war ein Lenkwaffenkreuzer der russischen Marine. Als Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte mit einer Besatzung von 510 Mann galt die Moskwa als das mächtigste Kriegsschiff in der Schwarzmeerregion45.

Der Kreuzer wurde zuvor in zahlreichen Konflikten, unter anderem in Georgien, auf der Krim und in Syrien eingesetzt. Zuletzt spielte er eine Rolle während des Angriffs auf die sogenannte Schlangeninsel (siehe Kapitel Die Schlangeninsel).

Voll besetzt hatte das 186 Meter lange Schiff eine Besatzung von 419 Soldaten und 66 Offizieren. Bewaffnet war es mit einem großen Arsenal an Anti-Schiffsraketen, Boden-Luft-Raketen, Torpedos und einigen kleineren Waffen. Landangriffsraketen hatte das Schiff nicht an Bord, denn die Aufgabe war der Schutz der russischen Flotte.

Nach ukrainischen Angaben46 sank die Moskwa am 14. April 2022 nach zwei Treffern mit R-360 Neptun47-Anti-Schiffsraketen. Von russischer Seite wurde zunächst von in Brand geratener Munition gesprochen und dass die Seeleute das Feuer in Griff hätten. Wenig später hieß es dann, dass das Schiff beim Abschleppen in stürmischer See gesunken sei -- obwohl an dem Tag ruhiges Wetter herrschte...

Aus verschiedenen Quellen lässt sich der Angriff nachvollziehen: Demnach befand sich ein amerikanisches P-8A Poseidon-Aufklärungsflugzeug vor dem Angriff in der Region und die USA identifizierten auf Nachfrage der Ukrainer das Schiff als Moskwa.

Eigentlich hätte der Kreuzer die Neptun-Raketen einige Minuten vor den Einschlag auf dem Radar erkennen müssen, aber die Besatzung hat keines der dafür mitgeführten Ab­wehrsysteme genutzt. So wurden offenbar weder die eigenen Luftabwehrraketen aktiviert, noch visuelle (Düppel, Leuchtkugeln) und elektronische Ablenkungsmaßnahmen durch­geführt oder die Flugabwehrkanone eingesetzt.

Neptun-Antischiffsrakete auf einer Waffenmesse in Kiew

Neptun-Antischiffsrakete auf einer Waffenmesse in Kiew. Die Rakete mit einer Reichweite von 280 km ist die Bekämpfung von Schiffen bis zu einer Verdrängung von 5.000 Tonnen konstruiert worden. Der Kreuzer Moskwa hatte eine Verdrängung von mindestens 9.500 Tonnen. Foto: VoidWanderer (CC BY-SA 4.0)48.\

Über die Gründe für das russische Versagen gibt es von Experten verschiedene Mutma­ßungen. Militäranalyst Anders Nielson geht von einer müden beziehungsweise abgelenk­ten Radarbesatzung aus, welche die Gefahr übersehen habe.49

In sozialen Medien wird spekuliert, dass eine Bayraktar TB-2-Drone die Aufmerksamkeit der Besatzung ablenkte, aber das wird von Beobach­tern in Frage gestellt. Die Radare auf der Moskwa waren durchaus zur gleichzeitigen Erkennung von mehreren Flugobjekten fähig. Zudem hätte ein anfliegendes Objekt sofort zu einer erhöhten Gefechtsbereitschaft geführt50.

Die Moskwa konnte aufgrund ihrer Ausrüstung mindestens 6 gleichzeitig anfliegende Neptun-Raketen bekämpfen. Ein 150-kg-Gefechtskopf der Neptun-Rakete reicht zudem nicht aus, ein Schiff in der Größe der Moskwa auszuschalten.

Vielleicht haben ja mehrere Faktoren, darunter ein glücklicher Treffer der Schiffsmuniti­on, die Verwendung von schlecht trainierten Wehrdienstleistenden statt von Berufssolda­ten, miese Brandbekämpfung und nicht ausreichende Schotten zum Sinken beigetragen.

Noch vor dem Sinken waren mindestens zwei Schiffe zur Stelle, wie Fotos und ein kurzes Video beweisen51. Weil außerdem die Aufbauten kaum beschädigt waren und damit Zeit zur Evakuierung blieb, dürften viele Seeleute das Desaster überlebt haben.

Zu den getöteten und verletzten Seeleuten gibt es von russischer Seite keine genauen An­gaben. Eine russische Nachrichten-Website spricht von 240 Überlebenden, eine andere berichtet von 40 Toten52. In einem Krankenhaus auf der Krim waren laut einem Augen­zeugenbericht ca. 200 verletzte Seeleute eingeliefert worden53. Der litauische Verteidi­gungsminister sprach von 54 Personen, die ein türkisches Schiff an Bord genommen hät­te. Eine Stunde später sei die Moskwa gesunken.

Foto der brennenden Moskwa nach dem Angriff

Foto der brennenden Moskwa nach dem Angriff (dahinter führt ein weiteres Schiff die Brandbekämpfung durch). Bissiger Kommentar: »Die ukrainische Regierung hat das Wrack des Kreuzers Moskwa auf dem Grund des Schwarzen Meeres offiziell als nationa­les Unterwasserkulturerbe registriert«54.\

Russland bestreitet bis heute, dass ein ukranischer Angriff für den Untergang verantwort­lich ist, hat aber einen Tag später die Fabrik in Kiew, wo Neptun-Raketen gebaut wurden, mit einem Luftangriff zerstört55.

Für den Kreml ist der Untergang nicht nur ein großer Gesichtsverlust56, denn das Schiff hätte Landungsoperationen von See her decken können und diente der Luftabwehr. Weil die Türkei die Zufahrt ins Asowsches Meer für alle Kriegsschiffe gesperrt hat, können die beiden noch vorhandenen Schwesterschiffe nicht vor der ukrainischen Küste eingesetzt werden.

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Heftiger Spott im Internet: »Revell hat ein Update seines Moskwa-Modellsveröffent­licht57.

Drohnenangriff auf die Schwarzmeerflotte in Sewastopol

Am 29. Oktober 2022 führte die Ukraine einen Angriff auf die russische Schwarzmeer­flotte im Hafen des besetzten Sewastopol durch58.

Von ukrainischer Seite aus wurde, gab es wie üblich, keine Bestätigung. Es kursieren allerdings zahlreiche Videos, die eine Rekonstruktion des Angriffs ermöglichen59. Offenbar waren 6 bis 8 (ferngesteuerte) Drohnen-Boote beteiligt:

  • 3 griffen Schiffen an
  • 3 streiften bei Tageslicht in »offenem« Wasser umher.
  • 2 wurden vermutlich durch Beschuss zerstört

Als erstes Ziel wurde die Frigatte Admiral Makarov von einem mit Sprengstoff beladenen Drohnen-Boot gerammt, danach erlitt das Minensuchboot Ivan Golubets durch eine Drohne Schäden.

Ferngesteuertes ukrainisches Drohnen-Boot

In russischen sozialen Medien kursieren seit dem 21. September 2022 Fotos von einem ferngesteuerten Drohnen-Boot, das in der Nähe von Sevastopol angeschwemmt wurde.

Der vermutliche Aufbau60 des Gefährts:

  1. Der Wasserstrahlantrieb eignet sich konstruktionsbedingt auch für seichte Ge­wässer. Es kommt ein konventioneller Benzinmotor zum Einsatz.
  2. Über die Satellitenantenne empfängt die Drohne Steuerungssignale und sendet Live-Video beziehungsweise Sensordaten.
  3. Der Laderaum nimmt missionsabhängig zusätzlichen Treibstoff, Sprengstoff oder Sensoren auf.
  4. Video/Thermalkamera auf Gimbel, die vom Bediener geschwenkt werden kann.
  5. Das gesamte Boot besteht aus Carbonfaser, wobei wasserdichte Schoten die Über­lebensfähigkeit bei Beschuss erhöhen.
  6. Das Ziel wird gerammt, worauf der Aufschlagzünder den mitgeführten Spreng­stoff zur Explosion bringt.

In sozialen Medien wurden am 11. November 2022 die technischen Daten des Drohnen-Boots veröffentlicht. Demnach ist sie 5,5 Meter lang, wiegt 1000 kg und hat eine Reich­weite von 800 km61. Die Bombenlast des maximal 80 km/h schnellen Boots beträgt 200 kg.

Dass ähnliche Drohnen-Boote beim Angriff in Sewastopol zum Einsatz kamen, zeigen zwei kurze dramatische Videos vom Einsatz. Unten ist im Standbild der Bootsrumpf zu sehen, der dem der angeschwemmten Drohne ähnelt. In der Bildmitte steht ein Kriegsschiff und oben rechts kreist ein Hubschrauber, der auf das Boot schießt. Videoquelle: Andriy Tsaplienko62.

Eine auf solche Angriffe vorbereitete Marine hätte die Drohnen-Boote vermutlich schon weit vor dem Hafen von Sevatopol zerstört. Beispielsweise lassen sich verdeckte Schiffs- und Torpedo-Aktivitäten über sogenannte Hydrophone (Unterwassermikrofone) und Radar leicht erkennen. Zusätzlich könnten Unterwassernetze das Eindringen von U-Booten und Torpedos verhindern. Zur Abwehr kämen dann Torpedos und Flugab­wehrgeschütze zum Einsatz.

Die Schlangeninsel

Schon in den ersten Kriegstagen hatten die Russen die ukrainische Schlangeninsel er­obert, welche gerade mal 600 x 600 Meter groß ist und sich 12 Seemeilen vor der rumänischen Küste befindet. Zum Vergleich: Die Hauptinsel von Helgoland misst (ohne Dünen und Hafenanlage) ca. 1.000 x 700 Meter.

Die Bedeutung der Schlangeninsel ergibt sich aus ihrer günstigen Lage, denn von hier aus lassen sich die Bewegungen ziviler Schiffe und der südukrainische Luftraum überwachen. Auch für Landungsoperation in Transnistrien, der pro-russischen abtrünnigen Region der Republik Moldau, wäre die Schlangeninsel nützlich63.

Die Schlangeninsel

Die Schlangeninsel. Foto: Фотонак (CC BY-SA 4.0)64.\

Position der Schlangeninsel

Position der Schlangeninsel. Grafik: Kallewirsch (CC BY-SA 3.0)65\

Für die Ukrainer hat die Schlangeninsel eine hohe propagandistische Bedeutung: Zwei russische Schiffe, darunter die Moskwa (siehe Kapitel Der Untergang der Moskwa) hatten die Insel bereits am ersten Kriegstag angelaufen und die dort stationierten ukraini­schen Soldaten in einem Funkspruch aufgefordert, sich zu ergeben:

»Insel Zmiinyi , [hier spricht] russisches Schiff. Ich schlage vor, Sie legen Ihre Waffen nieder und ergeben sich, um Blutvergießen zu vermeiden. Sonst werden Sie bombardiert.«

Der ukrainische Soldat Roman Hrybow antwortete darauf hin per Funk mit

»Russisches Kriegsschiff, fick dich!«66.

Wegen der folgenden Funkstille ging die ukrainische Regierung zunächst vom Tod der 82 Inselsoldaten durch eine Bombardierung aus. Später wurde bekannt, dass alle Soldaten unversehrt in russische Kriegsgefangenschaft gerieten und im März 2022 nach einem Ge­fangenenaustausch frei kamen.

Soldat Roman Hrybow wurde für seine tapfere Aktion mit einer Medaille ausgezeichnet. Sein Spruch machte sich natürlich als Meme selbst­ständig.

Die ukrainische Post gab zwei Sonderbriefmarken heraus, welche das Ereignisse auf der Schlangeninsel zum Thema haben. Das Motiv zeigt einen Soldaten, der dem Kreuzer Moskwa einen »Stinkefinger« zeigt.

Die ukrainische Armee hat in den Folgezeit mehrmals Luftangriffe auf und in der Nähe der Insel durchgeführt:

  • Am 14. April 2022 wurde der Kreuzer Moskwa (siehe Kapitel Der Untergang der Moskwa) versenkt.
  • Mai 2022: Ein Versorgungsschiff wurde bei der Anlegestelle zerstört67 68.
  • Mai 2022: Zerstörung eines Mi-17-Hubschraubers, während die Passagiere aus­stiegen69.
  • Der Schlepper Vasiliy Bekh ging am 16. Juni 2022 nach einem Angriff mit Muni­tion, Waffen und Personal an Bord unter70.
  • Am 27. Juni wurde ein Video, aufgenommen von einer Bayraktar-Drohne, ver­öffentlicht, das mehr als 10 Raketeneinschläge auf der Schlangeninsel zeigen soll71. Vermutlich verloren die russischen Streitkräfte dabei ein Raketensystem Pantsir S-172.

Trotz der ukrainischen Angriffe, von denen sehr wahrscheinlich einige bisher nicht be­kannt wurden, konnte die russische Armee ihre Stellungen auf der Insel zunächst aus­bauen. Auf einem Satellitenfoto vom 16. Juni 2022 sind mehr als ein dutzend über die Insel verteilte Fahrzeuge und Waffensysteme zu erkennen73. Eine Radarstation auf der Insel sollte offenbar zusammen mit Luftabwehrraketen die Funktion der versenkten Mos­kwa erfüllen.

Die nötige Versorgung der Besatzer auf der kargen Insel mit Wasser, Lebensmitteln und Ausrüstung über Schiffe und Hubschrauber dürfte die Ukraine für Interventionen genutzt haben.

Am 30. Juni gab die ukrainische Regierung die Vertreibung der russischen Truppen von der Insel bekannt74. Der Wert der zerstörten russischen Ausrüstung auf der Insel soll 900 Millionen US-Dollar betragen75.

Zusammen mit einem Luftbild wurde vom ukrainischen Militär verkündet (Übersetzung des Autors)76. :

»Offizielle Nachricht des Einsatzkommandos 'Süd': In der Nacht, im Rahmen des erfolgreichen Abschlusses der nächsten Phase der Militäroperation, wurden durch unsere Raketen- und Artillerieeinheiten Schläge auf Zmiinyi [Schlangeninsel] durchgeführt. Der Feind evakuierte die Überreste der Garnison hastig mit zwei Schnellbooten und hat wahrscheinlich die Insel verlassen. Derzeit ist Zmiinyi mit Feuer bedeckt, Explosionen sind zu hören. Die Endergebnisse der Operation werden untersucht.«

Eine Verlautbarung des russischen Verteidigungsministeriums vom gleichen Tag liest sich so77:

»Am 30. Juni beendeten die Streitkräfte der Russischen Föderation als Zeichen des guten Willens ihre Aufgaben auf der Schlangeninsel und zogen ihre dortige Garnison ab. Dies zeigt der Weltgemeinschaft, dass die Russische Föderation die Bemühungen der Vereinten Nationen um die Einrichtung eines humanitären Korridors für den Abtransport landwirt­schaftlicher Erzeugnisse aus der Ukraine nicht behindert.«

155-mm-Panzerhaubitze »2S22 Bohdana«

Einen großen Beitrag für die erfolgreiche Vertreibung der Russen von der Schlangeninsel leistete die 155-mm-Panzerhaubitze »2S22 Bohdana«, die Sie auf dem Foto während des Angriffs sehen. Von der Haubitze, die hier wenige Meter von der Küste entfernt steht, wurde nur ein einziges Exemplar hergestellt78. Die Reichweite der Geschosse be­trägt bis zu 60 Kilometer. Foto: Ukrainisches Verteidigungsministerium79.

Wiederaufnahme von Schiffstransporten

Mit der Vertreibung der russischen Truppen von der Schlangeninsel ist erstmals seit Kriegsausbruch wieder ein ziviler Schiffsverkehr in diesem Meeresbereich möglich80. Frachtschiffe können nun ukrainische Agrarprodukte über den Bystre-Kanal81 zur Donau transportieren, sodass die Ukraine nicht mehr ausschließlich auf den Landweg angewiesen ist. Die meisten ukrainischen Häfen liegen aber weiterhin in von den Russen besetzten Regionen.

Kommentar eines Bloggers zu einer Karte der Schiffsbewegungen (in der kommerziellen Seefahrt sind alle Schiffe mit einem Positionsmeldungssystem82 ausgestattet): »Der Verlust der Kontrolle über die Schlangeninsel durch Russland hat es vielen Handels­schiffen ermöglicht, vom Schwarzen Meer aus in die Donau einzufahren und Ukrai­nisches Getreide in den Hafenanlagen in Kiliya im Odessa-Oblast zu laden.«83

Falls Sie übrigens selbst die Schiffsbewegungen in und um Odessa (oder weltweit) beobachten möchten, rufen Sie einfach die Website www.marinetraffic.com in Ihrem Webbrowser auf. Die Bedienung der Website ist selbsterklärend.

6. Teil: Lesen Sie hier weiter


  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Donezbecken

  2. https://www.dw.com/de/donezk-und-luhansk-chronik-einer-schleichenden-besatzung/a-60873136

  3. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Donbas_(2015%E2%80%932022).svg

  4. https://www.dw.com/de/merkel-und-macron-kritisieren-putin-wegen-p%C3%A4ssen-f%C3%BCr-ostukrainer/a-48826059

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  76. https://twitter.com/ChrisO_wiki/status/1542426761081880577/photo/1 (Kontrast des Fotos wurde vom Autor bearbeitet)

  77. https://twitter.com/ChrisO_wiki/status/1542431173728784384

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